2026-06-04 Launch der SV Windir und Hagel in Maasbommel

Während ich zusammen mit Markus sein Segelboot ins Wasser bringe, informiert mich mein Fendergirl über einen Post der Marina des WSV Maasbommel über ein schweres Gewitter mit Hagel. Viele Boote seien beschädigt worden.

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Natürlich bin ich besorgt, zumal sich ab morgen sowohl in Stavoren, als auch in Maasbommel Regen angekündigt hat.

Aber, der Reihe nach.

Als wir in Stavoren ankommen, steht die Windir schon nahe dem Kran. Es ist windig, sehr sehr windig. Wie wir später erfahren, ist das die Zeit, wo in Maasbommel das Unwetter wütet.

Als Erstes muss die Starterbatterie, die über Winter zuhause gewartet wurde, eingebaut werden. Ohne die dürfte es schwer sein, morgen den Motor zu starten.

Die Nacht ist unruhig, sehr sehr unruhig. Da helfen auch ein paar Gläser Wein in der neuen Lounge des Hafens nicht viel. In geselliger Runde mit anderen Seglern, eine tolle Truppe, wird spontan die Hilfe für Markus beim Anschlagen der Segeln organisiert.

Der Kranmeister ist pünktlich um 08:00 Uhr am Boot, fährt sein ferngesteuertes Spielzeug unter das Boot und bugsiert es unter den Kran.

Markus streicht noch das fehlende Antifouling, und dann geht die Windir ins Wasser, wo sie schließlich hingehört. Beim Versuch, den Motor zu starten, merken wir schnell, dass die Batterie zwar genug Spannung, aber nicht genug Stärke hat. Dennoch springt der Motor irgendwann an. Gott sei Dank! Markus und Thorsten verbringen die Windir an ihren Liegeplatz.

Hier liegt sie ab jetzt. Platz 115 im Jachthaven De Roggebroek.

Mit Hilfe von versierten Freunden, die pünktlich um 08:00 Uhr am Boot stehen, werden innerhalb von etwas über zwei Stunden Vor- und Hauptsegel angeschlagen. Wir können viel lernen und wissen für das nächste Mal Bescheid.

Gemeinsam fangen wir an, das Boot nach der langen Winterpause zu putzen.

Markus installiert den Kartenplotter neu, während ich seine Arbeit beaufsichtige.

Den Abend genießen wir mit der besten Playlist aller Zeiten und einem Drink im Cockpit der Windir.

Am nächsten Morgen beschließen wir, nach Maasbommel zufahren, um zu sehen, ob das Unwetter vom Donnerstag an der Triquetra einen Schaden verursacht hat. Immerhin ist für Stavoren und für Maasbommel ab dem Nachmittag Regen angekündigt. Die Testfahrt mit der Windir würde dann keinen Spaß machen. Und falls die Triquetra beschädigt ist, könnte es reinregnen.

Nach zwei Stunden Fahrt sehen wir das Ausmaß der Beschädigungen. Es sind über dreißig Einschläge, oder sollte ich Einschusslöcher sagen? Ein paar Druckknöpfe und einen Reißverschluss hat es auch noch gekostet. Unglaublich, dass keine Wasserschäden entstanden sind.

Wir kleben die Löcher provisorisch mit Panzerband zu, um zu verhindern, dass Regen eindringt. Für die Meldung bei der Versicherung habe ich mal die Treffer markiert. Insgesamt 7 von 11 Fensterelementen sind beschädigt.

So schlimm es auch ist, bei der Heimfahrt sehen wir im Vorbeifahren, dass das Unwetter im Nachbarhafen so richtig gewütet hat. Ein halber Kilometer entscheidet manchmal zwischen schlimm und katastrophal.